Parkplatz oder Garage nachträglich erstellen

Neu erbaute Einfamilienhäuser müssen über einen Park- oder Garagenplatz verfügen. Diese Vorschrift gilt nicht für ältere Objekte, die zu einer Zeit entstanden, als ein eigenes Auto noch Luxus war. Wer ein solches Haus besitzt und sein Fahrzeug nicht auf einem öffentlichen Parkplatz oder in der blauen Zone im Quartier abstellen will, kann prüfen, ob es eine Möglichkeit gibt, nachträglich einen Carport, eine Garage oder einen Abstellplatz auf dem eigenen Grundstück zu erstellen.

Grundvoraussetzung für alle drei Varianten ist, dass das Grundstück an eine Zufahrtsstrasse grenzt und ausreichend Platz bietet. Für einen Carport oder einen Parkplatz braucht es rund 20 Quadratmeter Fläche, für eine Garage samt dem vorgeschriebenen Vorplatz doppelt so viel. Zudem benötigt man immer eine Baubewilligung, aber nicht in jedem Fall wird das Vorhaben genehmigt. Befindet sich die Grundstücksausfahrt an einer verkehrstechnisch ungünstigen Lage – etwa, weil die Sichtverhältnisse ungenügend sind, kann ein Projekt behördlich auch abgelehnt werden. Gleiches gilt, wenn das örtliche Parkplatzreglement die Anzahl der Abstellplätze pro Liegenschaft begrenzt und diese auf dem eigenen Grundstück bereits erreicht ist.

Ein Parkplatz lässt sich relativ einfach realisieren. Gemäss der schweizweit gültigen Norm (SN 640 291a) muss er eine Mindestgrösse von 2.35 mal 5.50 Metern aufweisen. Aus Komfortgründen sollte bei der Breite aber nicht gespart werden. Grenzabstände zu Nachbargrundstücken sind bei Parkplätzen keine einzuhalten. Bei einem Carport oder einer Garage hingegen schon. Reicht der Platz nicht, muss ein Näherbaurecht mit dem betroffenen Nachbarn ausgehandelt werden. Bei einer Garage kommt zudem der vorgeschriebene Abstand zwischen Garageneinfahrt und Strasse hinzu, damit die Sichtverhältnisse vor dem Einbiegen optimal sind.

«Nicht die Glücklichen sind dankbar. Es sind die Dankbaren, die glücklich sind.» Francis Bacon

Weihnachten steht vor der Tür; die Festtagspläne sind fixiert, die meisten Besorgungen bereits getätigt. Jetzt ist es an der Zeit, das Tempo zu drosseln, zurückzuschauen und Bilanz zu ziehen. Jedes Erfolgsergebnis ist ein Gemeinschaftswerk mehrerer Beteiligten. Die Besonnenheit der Adventszeit bietet deshalb einen feierlichen Rahmen, sich wieder einmal zu bedanken. Eigentümer danken ihren Mietern, die Mieter dem Hauswart oder der Verwaltung, die Verwaltung den Handwerkern u.s.w.

Die Erkenntnis von Sir Francis Bacon bekräftigt auch unser Anliegen, auf diesem Weg danke zu sagen: unseren Auftraggebern für die vielen spannenden Mandate, den Banken für die speditiven Abwicklungen, den Grundbuchämtern für die raschen Übermittlungen von wichtigen Unterlagen, den Mietern für Ihre Geduld während einer Verkaufsphase, den Verwaltungen für die Unterstützung im Veräusserungsprozess und Ihnen liebe Leserinnen und Leser für das Interesse, dass Sie Woche für Woche an unseren Ratgebertexten zeigen.

Auch im Jahr 2019 durften wir viele Transaktionen erfolgreich abschliessen, spannende Verhandlungen mit bestehenden und neu gewonnenen Mandanten führen, aussergewöhnliche Liegenschaften schätzen und Einfamilienhäuser, Wohnungen, Mehrfamilienhäuser, Geschäftsliegenschaften oder ganze Immobilienportfolios als Investment vermitteln. In unserem Berufsalltag ist es immer wieder interessant zu beobachten, wie sich aus neuen Kontakten enge Geschäftsverbindungen manifestieren oder wie aus anfänglicher Unsicherheit Wohlgefallen und Begeisterung entstehen.

Es ist uns eine Freude, Sie auch im neuen Jahr wieder beim Verkauf Ihrer Immobilie zu unterstützen. Bis dahin wünschen wir Ihnen ein frohes Weihnachtsfest und ein glückliches, gesundes neues Jahr.
Ihr Hugo Steiner-Team in St. Gallen

Radon – die unsichtbare Gefahr im Haus

Es ist geruchlos, unsichtbar und doch gefährlich: das radioaktive Edelgas Radon. Wird es über längere Zeit eingeatmet, kann es zu Lungenkrebs führen. Jährlich sterben hierzulande 200 bis 300 Menschen an diesem Gas. Beispielsweise weil sie im eigenen Haus längerfristig einer Belastung ausgesetzt waren. Das Radon gelangt dabei aus dem Erdreich in den Keller und von dort über Ritzen und Löcher in die Wohnräume. Verstärkt wird dieser Effekt durch den Temperaturunterschied zwischen dem kühlen Keller- und den warmen Wohngeschossen. Dadurch entsteht ein sogenannter Kamineffekt, bei dem Luft aus dem Untergeschoss nach oben gesaugt wird.

Grundsätzlich findet sich Radon in der ganzen Schweiz. Die Belastung kann aber von Standort zu Standort stark variieren. Entscheidend ist auch die Bauweise des Gebäudes. Besonders gefährdet sind Liegenschaften mit Kellern ohne Betonboden, da hier das Radon einfacher aus dem Erdreich aufsteigen kann. Oft genügen aber auch schon Ritzen und Risse. Im Jahr 2018 hat das Bundesamt für Gesundheit den Grenzwert für die Radonbelastung in Gebäuden gesenkt. Klarheit, ob dieser im eigenen Haus darüber liegt, verschafft nur eine Messung. Sie kann selber mit Hilfe eines Dosimeters durchgeführt werden. Dieses bestellt man bei einem spezialisierten Labor, stellt es mindestens 90 Tage während der Heizperiode an einem empfohlenen Ort auf und retourniert es anschliessend zur Auswertung. Die Kosten pro Dosimeter betragen 70 bis 100 Franken.

Liegen die Werte zu hoch, muss eine Fachperson beigezogen werden, die festlegt, was weiter zu tun ist. Je nach Situation kann beispielsweise eine Entlüftungsanlage eingebaut werden, die das Radon aus dem Keller ins Freie befördert oder die Räume im Untergeschoss werden fachgerecht abgedichtet. Letzteres sollte bei Neubauten unbedingt standardmässig gemacht werden.

So schafft man mehr Platz im eigenen Haus

Das erste Kind ist unterwegs, das neue Hobby beansprucht Raum oder es fehlt Platz fürs Homeoffice. Wenn sich die Lebenssituation verändert, wandelt sich oft auch der Raumbedarf in einem Einfamilienhaus. Und obwohl es eng wird, möchte man nicht gleich umziehen. Zum Glück haben die meisten Liegenschaften Ausbaupotential. Anbauen oder Aufstocken sind zwei Möglichkeiten, die Wünsche nach mehr Zimmern zu erfüllen – manchmal findet sich aber auch innerhalb des bestehenden Gebäudes eine gescheite Lösung, die sich gut realisieren lässt.

Wer im eigenen Haus mehr Raum schaffen möchte, sollte sich bewusst sein, dass dies unter Umständen mit einigem planerischem sowie finanziellem Aufwand verbunden ist und genügend Vorlaufzeit braucht. Wird beispielsweise in einem Neben- oder Kellerraum im Sockelgeschoss ein Zimmer eingerichtet oder der Estrich zu einem Wohnraum umgebaut, ist dafür eine Baubewilligung notwendig. Gleiches gilt auch für einen Anbau oder die Umnutzung eines Garagengebäudes. Manchmal findet man aber auch einfache und kostengünstige Lösungen, um der Raumnot Abhilfe zu schaffen: So lässt sich ein grosses Zimmer mit relativ einfachen Mitteln in zwei Räume unterteilen oder man mietet fürs Hobby einen separaten Raum in der Nachbarschaft. Und auch fürs Homeoffice gibt es alternative Lösungen: Etwa indem man einen der immer häufiger zu findenden Co-Working-Spaces nutzt.

Zeigen die eigenen Abklärungen hingegen, dass ein Ausbau innerhalb des Hauses oder eine Erweiterung die optimale Lösung für die Raumwünsche sind, zieht man am besten eine Fachperson hinzu – zum Beispiel einen Architekten, einen Bauherrenberater oder einen erfahrenen Bauleiter. Dieser prüft dann die möglichen Varianten, klärt die baurechtlichen Rahmenbedingungen ab und erstellt eine erste Kostenschätzung.